Projekt FutureFlow: mit einer grenzübergreifenden Vernetzung und aktiven Verbrauchern zum Frequenzausgleich im Stromversorgungsnetz

Mit der Konferenz in Wien haben 12 Partner aus 8 europäischen Ländern das vierjährige internationale Projekt, das zur Suche neuer Lösungen für eine Ausgleichsregelung des Stromversorgungssystems in der sich verändernden Energielandschaft ausgelegt wurde, abgeschlossen. An diesem Projekt, das das slowenische Unternehmen ELES koordiniert hatte, hat sich auch das Entwicklungsteam des GEN-I beteiligt.

Unser Team befasste sich mit der Rolle fortgeschrittener Verbraucher, die in der Zukunft in der Lage sein werden, in ein paar Sekunden den eigenen Stromverbrauch zu erhöhen oder einzuschränken und somit zum Teil die Aufgabe, die heute die großen traditionellen Stromerzeuger erfüllen, übernehmen werden. In den Pilottests wurden 96 aktive Verbraucher aus Österreich, Ungarn, Slowenien und Rumänien mit einem Potenzial von 50 MW zur Bereitstellung der Flexibilität einbezogen. Nach mehr als 300 Stunden verschiedener Prüfungen zeigten die Ergebnisse, dass die Beteiligung aktiver Verbraucher bei der Bereitstellung einer automatischen Frequenzwiederherstellungsreserve technisch gesehen möglich wäre.

Bild 1: Rok Lacko, Entwicklungsleiter für Energiedienstleistungen bei GEN-I, auf der Abschlusskonferenz für das FutureFlow Projekt

Die Umsetzung dieser Lösungen in die Praxis wird noch einige Anpassungen erfordern, sowohl im regulatorischen Rahmen als auch in der Denkweise aller Beteiligten bei den Veränderungen. Die Wirksamkeit des Systems muss noch optimiert werden, damit die gleiche Flexibilität auf verschiedenen Märkten und für verschiedene Dienstleistungen anwendbar wird.

Trotz der Herausforderungen, die noch bewältigt werden müssen, hat Janez Kopač, Direktor des Sekretariats der Energiegemeinschaft als Ausrichterin der Konferenz, beschlossen, dass die Ergebnisse des FutureFlow Projekts bald Wirklichkeit werden, da die Lösungen durch ihre Umsetzung den Stromverbrauchern das Leben erleichtern und zur Verwirklichung der Zielvorgaben, die Treibhausgasemissionen bis 2050 zu verringern, beitragen werden.

Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen hat FutureFlow auch Prototyplösungen, die die Industrie in der Realwirtschaft nutzen kann, geliefert.

Mehr über das Projekt und die Projektergebnisse können Sie auf der Webseite von FutureFlow erfahren.

 

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